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Existentielle Psychotherapie. Gruppe für Menschen zu den Themen Älter-Werden, Krankheit, Verlust, Abschied und Sterben

In meiner psychotherapeutischen Arbeit bin ich in den letzten Jahren u.a. durch die Lektüre der „Existentiellen Psychotherapie“ des amerikanischen Psychoanalytikers Irvin Yalom auf ein Thema gestoßen, das wohl allen Menschen zu fast jeder Zeit ihres Lebens präsent ist,  aber meist als eher beängstigend wahrgenommenen wird, als etwas, was man lieber in eine ferne Zukunft transportieren oder mithilfe religiöser Vorstellungen erträglicher machen möchte, jedenfalls soll es möglichst nicht präsent sein.

Wie kann es sein, dass das Thema Begrenztheit des Lebens, d.h. Sterben, Tod und v.a. die Angst vor dem Tod, im Alltag so wenig oder gar nicht vorzukommen scheinen, nicht einmal in der Psychotherapie, in der es doch überwiegend um schwierige oder belastende Dinge geht?

Hier kann die Philosophie weiterhelfen, denn Philosophie und Psychotherapie haben etwas ganz Wichtiges gemeinsam: sie wollen beide menschliches Leid lindern und den Weg zu mehr Seelenruhe ebnen oder im Idealfall Seelenruhe erreichen.

Ärzte und Psychotherapeuten behandeln ja nicht nur den Körper, sondern auch die Seele und verhelfen letzterer zu mehr Erkenntnissen über sich und die Welt und zu mehr Freiheit der Empfindung und des Tuns.

Epikur sagt: Die Grundwurzel des Elends ist unsere allgegenwärtige Furcht vor dem Tod. Die erschreckende Vision des unausweichlichen Todes stört die Lebensfreude und lässt keine Freude ungetrübt.

Ich sehe in meiner Arbeit mit Erstaunen, dass die Menschen weniger vor dem Leben als vielmehr vor dem Tod Angst haben. Dies ist erstaunlicherweise nicht nur bei alten oder kranken Menschen der Fall, sondern betrifft offensichtlich jeden, der neugierig ist und wagt, unbekannte, zunächst als bedrohlich wahrgenommene Gedanken und Gefühle zuzulassen. Auch Kinder beschäftigen sich oft mit dem Tod, oft unbefangener als Erwachsene. Mit der Tatsache, dass unser Leben endlich ist, sind wir alle ständig konfrontiert. Tod und Sterben beschäftigen uns, ob wir wollen oder nicht, ob wir darüber nachdenken oder darüber sprechen oder ob wir dieses Thema lieber verschweigen und negieren.

Das Bewusstsein über unsere reale Todesangst kann uns das Leben und seine Möglichkeiten bewusster machen, es intensiver erleben lassen. Wir können die Todesangst anderer besser verstehen und uns dafür interessieren, ohne gleich in eigene unbewusste Ängste zu verfallen, die uns dann handlungsunfähig machen und uns sogar die Empathie für andere Menschen nehmen, wenn diese z.B. an einer unheilbaren Krankheit leiden oder dem Tod ausgesetzt sind.

Das  Angebot meiner Psychotherapie-Gruppe richtet sich an Menschen, die sich aus ihren eigenen Erfahrungen oder aufgrund vorhandener oder anstehender Belastungen mit den Themen Altern, Krankheit und Sterben beschäftigen wollen oder müssen. Die Gruppe bietet die Möglichkeit des Austauschs mit anderen und deren Erfahrungen. Die Resonanz der anderen auf die eigenen Gedanken und Gefühle stellt sich dabei als elementar wichtig heraus.

Die Gruppe richtet sich insbesondere an Menschen, die aufgrund dieser Belastungen und Ängste unter Krankheitssymptomen leiden wie etwa Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Antriebsmangel, depressive Gedanken, Gefühle von Sinnlosigkeit, chronische Schmerzen, Angst- und Panikattacken oder psychosomatische Erkrankungen.

Der Vorteil einer Gruppen- gegenüber der Einzeltherapie liegt in der vielfältigen Spiegelung der eigenen Gedanken und Erfahrungen durch andere Menschen, deren Mitgefühl und Engagement beim Verstehen der jeweiligen Problemstellungen und bei ihrer Lösung. Dies stärkt Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit.

Bei Vorliegen der o.g. Erkrankungen übernehmen alle Krankenkassen die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung in Form einer (Tifenpsychologisch-fundierten) Gruppentherapie.

Sie können die Gruppentherapie aber auch als Selbsterfahrung zur Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit sehen und die Therapie aus eigener Tasche bezahlen. Der Preis ist niedrig und die Unternehmung ist höchst lohnenswert.

Die Gruppensitzungen finden einmal wöchentlich statt. Eine Sitzung dauert 100 Minuten, das entspricht der Dauer von zwei Einzelstunden.                         Die Teilnehmerzahl für diese Gruppe liegt zwischen 6 und 8 Personen.

Die Therapie ist je nach Problemstellung oder Schwere der Symptomatik auf eine Dauer von 24 bis 60, maximal 80 Stunden angelegt. Das bedeutet einen Zeitraum von knapp einem Jahr bis zu etwa zwei Jahren.