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Gruppentherapie

 

Gruppentherapie

Meine Form der Gruppentherapie heißt tiefenpsychologisch-interaktionell. Diese Form ist hilfreich für Menschen, die in der Kommunikation und im Zusammenleben mit anderen unsicher sind oder sich immer wieder in Konflikte verstricken. Die Gruppentherapie lebt vom Erkennen und Bewusstmachen der Beziehungsmuster, die die Teilnehmer aus ihrem Alltag schon kennen, aber nicht erkennen, wie es dazu kommt und inwiefern sie selbst daran beteiligt sind. Der Therapeut gibt den Teilnehmern zu den in der Gruppe beobachtbaren Interaktions- und Verhaltensmustern Erklärungen, dies nennt sich „Prinzip Antwort“.

Eine Gruppentherapie dauert zwischen 24 und maximal 80 Sitzungen, also zwischen einem halben und maximal zwei Jahren. Sie findet einmal in der Woche statt. Eine Gruppenstunde dauert 100 Minuten. In der Gruppe sind in der Regel acht Teilnehmer. Aus Praktikabilitätsgründen handelt es sich um sog. offene Gruppen, d.h. die Teilnehmer kommen zu einer laufenden Gruppe hinzu und scheiden nach Beendigung aus einer laufenden Gruppe wieder aus.

Es handelt sich um sog. Interaktions-Gruppen, d.h. sie leben von der verbalen und nicht-verbalen Kommunikation zwischen den Gruppenteilnehmern, unabhängig davon, ob die Teilnehmer gleiche oder ähnliche Problemstellungen oder Erkrankungen mitbringen (das wäre dann eine sog. Indikationsgruppe). Es hat sich sogar erwiesen, dass eine Mischung ganz unterschiedlicher Menschen und ganz verschiedener Problemstellungen viel hilfreicher und erfolgreicher für die gemeinsame Arbeit ist. Eine weitere Besonderheit der Gruppentherapie besteht darin, dass die Teilnehmer in gewisser Weise selbst Therapeuten-Funktion übernehmen, d.h. sie sind miteinander in Beziehung, woraus auch eine besondere Verantwortung für andere und natürlich auch für sich selbst erwächst. Dies ist ein wichtiger zusätzlicher therapeutischer Effekt. Der Gruppentherapeut achtet dabei auf gegenseitigen Respekt unter den Gruppenteilnehmern, schützt und ermutigt die eher schüchternen Teilnehmer und fordert die selbstbewussten und dominanten zur Rücksichtnahme auf.

Auch hier finden zunächst probatorische (Einzel-) Sitzungen statt, bevor nach den üblichen Formalitäten die eigentliche Therapie beginnt, deren Kosten ebenfalls von allen Krankenkassen übernommen werden.

Einige Patienten nehmen die Gruppentherapie auch nach Ablauf der Kostenübernahme weiter wahr, denn sie haben erkannt, das die Therapie ihren Wahrnehmungs- und Erfahrungshorizont im Umgang mit anderen Menschen für sie selbst und auch andere spürbar erweitert hat. Dies nehmen sie als Prozess wahr, den sie gerne weiterführen wollen.

Eine Gruppentherapiestunde als Selbstzahler kostet dann 45 €.

 

Neues ambulantes Gruppentherapie-Angebot: Mentalisierungsbasierte Gruppen-Therapie (MBT)

Diese Therapie ist für Menschen geeignet, die sich im Kontakt und im Zusammenleben mit Anderen oft nicht verstanden oder schnell missverstanden fühlen. Es kommt zu erschwerter Kommunikation und oft auch zu Beziehungsabbrüchen. Das betrifft insbesondere Menschen mit einer (Borderline-)Persönlichkeitsstörung, mit Traumafolgestörungen, aber auch Menschen mit chronischen Angststörungen, somatoformen Störungen, Eßstörungen oder chronischen Depressionen.Hier kann das helfen, was „Mentalisierung“ – oder besser – „Mentalisieren“ heißt, nämlich die Fähigkeit, das eigene und das Verhalten von Anderen besser zu verstehen, dass dieses Verhalten durch mentale Zustände (Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, Wünsche, Phantasien) motiviert ist. Damit kann man die eigene Person und andere Personen als eigenständige Subjekte mit den unterschiedlichsten Motiven besser wahrnehmen und damit auch anerkennen und wertschätzen lernen.In der Therapie erfahren Sie vom Therapeuten und der Gruppe eine fördernde Grundhaltung mit Interesse, Neugier und forschendem Nachfragen. Ihre Fähigkeiten stehen dabei im Vordergrund, nicht ihre Defizite.Ziel der Therapie ist eine gute und differenzierte Mentalisierungsfähigkeit mit folgenden Entwicklungsmöglichkeiten:

  • auch in emotional aufgeladenen Situationen eigene Gefühle wahrnehmen, erkennen, wodurch diese hervorgerufen werden, und sie im Kontakt mit anderen auch benennen
  • die Unterschiedlichkeit im menschlichen Erleben erkennen und akzeptieren
  • Ideen entwickeln, was in unserem Gegenüber vorgeht, verstehen, dass diese Ideen immer auf Interpretationen beruhen, und wir uns dabei auch irren können
  • eigene Wünsche und Vorstellungen äußern, damit auch Konflikte riskieren, die aber gelöst werden können
  • Beziehungen aufnehmen und aufrecht erhalten, auch wenn der Partner unsere Erwartungen nicht immer erfüllt, und damit Enttäuschungen und Verlassenheitsängste besser aushalten können

Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe mit 6-8 Teilnehmern. Die Therapie findet wöchentlich statt. Einzelsitzungen komplettieren die Behandlung. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

 

Neue Therapiegruppe: Existentielle Psychotherapie nach Irvin Yalom

Mein neues Gruppentherapie-Angebot richtet sich an Menschen, die sich aus eigener Erfahrung oder aufgrund vorhandener oder anstehender Belastungen mit den Themen Altern, Krankheit und Sterben beschäftigen müssen oder wollen. Die Gruppe bietet die Möglichkeit des Austauschs mit anderen und deren Erfahrungen. Hierbei erweist sich die Resonanz der anderen auf die eigenen Gedanken und Gefühle als hochwirksam und hilfreich. Das Gruppeangebot richtet sich insbesondere an Menschen, die aufgrund dieser Belastungen Krankheitssymptome entwickeln wie etwa Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Antriebsmangel, depressive Gedanken, Gefühle von Sinnlosigkeit, chronische Schmerzen, Angst- und Panikattacken oder psychosomatische Erkrankungen.

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne per Telefon oder mail zu einem Vorgespräch an.